Hund hat Angst beim Tierarzt

Es ist wieder so weit: Ihr Hund muss geimpft werden, und das Theater ist bereits programmiert. Dabei ist es gar nicht so schwer, seine Angst vor dem Arztbesuch zu mildern – wie unsere fünf Tipps zeigen.
 
Verhalten: Angst vorm Tierarzt © animals-digital.de
Wenn Ihr Hund begriffen hat, dass ihm beim Arzt nichts Schlimmes geschieht, wird er gelassener werden.

1. SPRECHZEITEN

Am besten legen Sie den Tierarztbesuch mit Ihrem ängstlichen Hund in den frühen Morgen. Denn dann riechen Praxisräume und Wartezimmer noch recht neutral. Später erschnuppert der Hund sofort den Stress und die Angst der anderen Patienten – abgesehen davon, dass die bloße Anwesenheit dieser Patienten im Vorzimmer für ihn schon aufregend genug ist. Wenn Sie außerhalb der Sprechzeiten den Tierarzt besuchen wollen, dann sind Sie natürlich auf dessen Entgegenkommen angewiesen. Im Normalfall sollte das aber klappen, denn es ist ja nicht für immer: Nach zwei oder drei solchen Besuchen am frühen Morgen können Sie die reguläre Sprechzeit ausprobieren.

2. STRESSFREI

My home is my castle, das fi ndet auch mancher Hund. In seiner gewohnten Umgebung ist er im Normalfall gelassener als nach einer aufregenden Autofahrt. Bitt en Sie deshalb Ihren Tierarzt um einen Hausbesuch. Vielleicht stellen Sie dabei fest, dass Ihren Hund eher die Aktion des Besuchs und die Umgebung beim Arzt stressen als die Untersuchung oder Behandlung an sich. Impfungen oder Wurmkuren können problemlos zu Hause durchgeführt werden. Für Behandlungen, die technische Geräte oder spezielle Ausstatt ung erfordern, müssen Sie wohl oder übel in die Praxis fahren. Es sei denn, Sie entscheiden sich für einen mobilen Tierarzt, der seine Praxis im Kleinbus immer dabei hat.

3. GEWÖHNUNG

Wenn Ihr Hund begriffen hat, dass ihm beim Arzt nichts Schlimmes geschieht, wird er gelassener werden. Fahren Sie zwei bis drei Wochen täglich zum Arzt. Dort geschieht nichts weiter, als dass Ihr Hund ins Sprechzimmer geht und ein Leckerli erhält. Dadurch erhält die Praxis eine neue Verknüpfung in seinem Kopf. Zusätzlich können Sie daheim „Doktorspiele“ machen: Stellen Sie Ihren Hund auf einen Tisch, schauen Sie in sein Maul und tasten Sie ihn ab. Er wird sich vielleicht wundern – Angst haben wird er nicht.

4. CHEMIE

Die berühmte Chemie muss stimmen, das gilt auch für Arzt und Patient. Vielleicht stimmt sie im Fall Ihres Hundes nicht? Manche Hunde können es mit Frauen besser als mit Männern, manche fürchten sich vor lauten Stimmen oder sehr groß gewachsenen Menschen. Hinterfragen Sie die Angst Ihres Hundes vor dem Arztbesuch auch einmal in diese Richtung. Vielleicht ist es für ihn einfach nicht der oder die Richtige.

5. BEGLEITUNG

Sind Sie schon nervös, wenn Sie an den nächsten Arztbesuch denken? Weil Sie Angst haben, dass Ihr Hund wieder furchtbar leiden wird? Dann sind Sie vielleicht nicht die richtige Begleitung beim Arztbesuch. Denn Ihre eigenen Ängste übertragen sich sofort auf Ihren Hund – fertig ist der Teufelskreis. Sie sind nervös, weil der Hund Angst hat, und der Hund hat Angst, weil Sie nervös sind. Testen Sie, ob Ihr Hund mit einer anderen Begleitperson sicherer ist – am besten wählen Sie jemanden aus Freundeskreis oder Familie als Testperson, den der Hund schon kennt.

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