Couch-Potatoe: So holen Sie den Hund vom Sofa

Ihr Hund schläft gerne auf dem Sofa? Und dabei geht es nicht um Dominanzverhalten, sondern einfach darum, dass der Hund nicht aufs Sofa soll – zum Beispiel, weil er stark haart? Hier sind unsere Tipps
 
Verhalten: Couch-Potatoe © animals-digital.de
Wann kann der Hund sich nicht auf die Couch lümmeln?

1. MADIG MACHEN

Wenn Ihr Hund das Sofa einfach toll findet und Sie aber nicht wollen, dass er dort ständig liegt, dann müssen Sie ihm den Spaß daran verderben. Das klingt zwar irgendwie gemein, führt aber oft zum Erfolg. Und wie verdirbt man nun dem Hund die Freude am Sofa? Zum Beispiel, indem Sie raschelnde Folien darauf platzieren. Das finden die meisten Hunde schrecklich ungemütlich und sogar unheimlich. In dem Moment, in dem auf den sonst so bequemen Polstern die böse Alufolie liegt und knistert, sind sie schon vielen Hunden verleidet. Eine andere Option ist, den Hund in dem Moment, in dem er auf die Couch hüpft, zu erschrecken: Werfen Sie etwas auf den Boden, das viel Lärm macht. Nach einigen Malen wird das Sofa mit Erschrecken verbunden und (hoffentlich) gemieden.

2. ERSATZPLATZ

Das Sofa ist für Ihren Hund der himmlischste Platz auf Erden? Bis jetzt vielleicht. Aber ab sofort bieten Sie ihm einen Ersatzplatz an, der noch viel toller ist und der sein neuer Lieblingsplatz werden wird. Hunde liegen gerne erhöht. Von Katzen kennt man diese Vorliebe längst und bietet ihnen deshalb Liegeflächen auf Kratzbäumen oder erhöhte Betten an. Da es für Hunde aber weniger solche Schlafplätze gibt, wählen dann eben viele das Sofa, wo sie mit ihren Menschen gewissermaßen auf Augenhöhe sein dürfen. Eventuell gibt es im Zoofachhandel ein erhöhtes Katzenbett, in das auch Ihr Hund passt? Bei großen Rassen müssen Sie erfinderisch werden und selbst etwas basteln oder einen begabten Bekannten basteln lassen.

3. NÄHE SCHAFFEN

Neben der erhöhten Position finden Hunde am Sofa natürlich vor allem so attraktiv, dass sie dort ganz nahe bei ihren geliebten Menschen sein können. Der Ersatzplatz sollte deshalb auch möglichst nahe an der Couch positioniert sein. Aber nicht nur die räumliche Nähe ist für den Hund so angenehm. Es ist auch der Geruch, den die Polster und Kissen verströmen: Immerhin sitzt beinahe jeden Tag der Mensch dort und „liefert“ so immer frischen Duft darauf ab. Insofern sollte auch der Ersatzplatz dieses Geruchserlebnis bieten. Vielleicht können Sie immer wieder ein getragenes T-Shirt darauf platzieren, bevor es dann in die Wäsche kommt? Oder auch einen Kopfkissenbezug, der ebenfalls sehr intensiv nach dem Menschen riecht.

4. SCHON BESETZT!

Wann kann der Hund sich nicht auf die Couch lümmeln? Richtig, wenn sie schon besetzt ist. Egal, ob Sie schwere Gegenstände, die sich nicht einfach mit der Schnauze herunterschubsen lassen, oder ein riesiges Plüschtier darauf setzen: Hauptsache, der Hund hat keinen Platz daneben. Und wenn Sie sich selbst aufs Sofa setzen wollen, räumen Sie es einfach schnell frei. Dann müssen Sie sich nur zügig hinsetzen, bevor Ihnen der Hund einmal mehr zuvorkommt ... Ähnlich funktioniert das Prinzip, dem Hund den Weg aufs Sofa zu versperren. Schieben Sie den Couchtisch ganz nah heran oder drehen Sie die Couch zur Wand. Natürlich ist diese Methode mit Aufwand verbunden, weil man ständig etwas hin- und wieder wegräumen oder hin- und wieder herschieben muss. Aber Sie müssen nur durchhalten, bis es dem Hund zu dumm wird und er sich lieber einen neuen Platz sucht und dann vollständig akzeptiert.

5. WENN ES SEIN MUSS ...

Ob Sie es glauben oder nicht: Auch Resignation kann eine Lösung sein. Es gibt Hundebesitzer, deren Hunde einfach den längeren Atem hatten. Und diese Menschen haben irgendwann den Entschluss gefasst, das Unvermeidliche zu akzeptieren – und sich wenigstens nicht mehr darüber zu ärgern. Sie haben zwei Methoden gefunden, um mit ihrer Couch-Potatoe zu leben. Methode eins: Wenn Sie daheim im Wohnzimmer sind und selbst auf dem Sofa sitzen wollen, wird der Hund energisch entfernt, und Sie machen sich selbst so breit auf der Couch, dass kein Platz für den Hund ist. Methode zwei: Gehen Sie in die Arbeit oder ins Bett, kommt ein großer und unempfindlicher Überwurf über das Sofa. Darauf darf der Hund dann in Gottes Namen liegen, und der resignierte Mensch hat wenigstens keinen Ärger mit Haaren im Polster und Krallen im Leder.

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